Reisen im Jahreskreis
Rückverbindung mit Mutter Natur
Wer in die Natur geht, findet sich selbst. Natur heißt Verbindung, Erdung. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Naturkontakt ist wissenschaftlich gut belegt. Er wirkt sich positiv auf unseren Körper, unsere Psyche und unsere Beziehungen aus. Unsere Kognition wird gefördert, erschöpfte Aufmerksamkeitsressourcen werden regeneriert, unser Stresslevel wird gesenkt, unser Immunsystem gestärkt, Zustände von Angst und Depression werden minimiert. Kurz um: Natur beruhigt unser autonomes Nervensystem und steigert unser Wohlbefinden.
Weitere positive Gesundheitseffekte entstehen nachweislich durch ein aktives Leben im Jahreskreis und dessen natürliche, rhythmische Zyklen. Ritualisierte Zeitmarken innerhalb der Jahreszeiten stärken unser Gefühl von Kohärenz und Sinn, indem sie Übergangsphasen im Jahresverlauf markieren. Regelmäßige Rituale, z. B. spirituelle oder kulturelle Feste, stärken unser psychisches Wohlbefinden, indem sie soziale Verbundenheit und Selbstwirksamkeit erhöhen. Zudem fühlen wir uns zu bestimmten festen Zeitpunkten im Jahr, z. B. Neujahr, unserem Geburtstag oder dem Neuanfang von etwas, z. B. einer neuen Jahreszeit, besonders motiviert, neue Ziele anzugehen (sog. ‚Fresh Start‘-Momente). Sie helfen uns, unser altes Ich ein Stück weit loszulassen und neu anzusetzen.
Verbinden wir diesen natürlichen Rahmen bspw. mit der Schreibtherapie und halten in kurzen Schreibübungen fest, was schon erreicht wurde, werden wir nachweislich deutlich widerstandsfähiger und langfristig zufriedener, besonders, wenn das Schreiben immer wieder nach einem festen Rhythmus vollzogen wird. Auch die Verknüpfung zur Achtsamkeitslehre macht Sinn, denn einerseits ist das in Kontakt treten mit Natur an sich schon ein achtsamer Akt und fördert wiederum Achtsamkeit, weil innere Stille erzeugt wird. Andererseits helfen uns suggestive Übungen, Meditation und schamanisches Reisen, die Verbindung zur Natur auch auf energetischer Ebene, also ganz ohne direkten Wald- und Wiesenspaziergang, aufleben zu lassen. Unser Gehirn nimmt beides als real wahr.
Die Zyklen der Natur können wir auch mit universellen Urbildern (C. G. Jung) in Verbindung bringen. Die Energiequalitäten dieser Archetypen finden auch in der Natur ihren Platz. Der Frühling steht für Aufbruch, Geburt und Neubeginn (Archetyp des göttlichen Kindes; Säen neuer Visionen). Der Sommer steht für Fülle, Reife und maximale Kraft (Archetyp der Mutter/des Vaters; Erntezeit). Der Herbst trägt die Qualität des Rückzugs, Loslassens und Vergehens (Archetyp der Schnitterin; Abschied). Der Winter verkörpert die Stille, den Tod, die Latenz und die Weisheit (Archetyp des/der weisen Alten; Ruhe und Regeneration). Indem wir Übergänge mit Ritualen markieren, können wir äußerlich nachvollziehen, was in der Natur geschieht und letztlich universelle Urkraft ist. Ein höheres Geschehen, in das wir alle eingebunden sind. Wir alle unterliegen den Zyklen von Werden, Sein und Vergehen und folgen diesen natürlichen Mustern und Energien. Wir sind keine isolierten Individuen, sondern Teil eines großen, ewigen Rhythmus, in dem wir alle gemeinsam sind. Zeitmarken und Rituale sind Schlüssel zu diesem uraltem Wissen, dass uns erdet, unser Fundament stärkt und in uns das Gefühl erzeugt, dass uns das Leben selbst trägt.
Im Englischen Spiritualismus, im Schamanismus und auch gemäß der Chakrenlehre und weiterer Traditionen, geht man von einer energetischen Ebene unseres Seins aus. Wir sind nicht nur Körper und Geist, wir sind auch und vor allem Seele. Deshalb können mir über die energetische Ebene auch mit Mutter Natur in Kontakt treten. Die Existenz einer solchen energetischen Komponente in uns und um uns herum sowie die positiven Effekte von Energiearbeit hat gesellschaftlich akzeptierte Bereiche wie Forschung, Ausbildung und Praxis mittlerweile erreicht.
Wenn du körperlich und/oder energetisch mit Mutter Natur in Kontakt trittst, dann erfährst du:
Entschleunigung, Bewusstheit und Verbundenheit, denn der zyklische Jahreskreis lädt dich ein, langsamer, bewusster und verbundener zu leben – mit der Natur, mit dir selbst und mit dem größeren Ganzen, zu dem du gehörst.
Kohärenz und Sinn, denn die natürlichen Rhythmen der Natur, ihre entsprechenden Zeitmarken der verschiedenen Jahreszeiten sowie die monatlichen Qualitäten helfen dir Übergänge des Lebens leichter zu gestalten und anzunehmen.
Verbundenheit und Wohlbefinden, denn das Zelebrieren regelmäßiger Rituale fördert deinen Gemeinschaftssinn sowie deine Selbstwirksamkeit. Durch die An- und Rückverbindung an bzw. mit der Natur entsteht zudem ein tieferes Gefühl der Zugehörigkeit zu dieser und allen Lebewesen. Dieses Empfinden fördert dein Wohlbefinden.
Achtsamkeit, Balance und Ruhe, denn durch das wieder bewusste Erleben von Wandel und Vergänglichkeit werden deine Achtsamkeit und Präsenz im Alltag gefördert. An diese Prozesse angebundene neue Alltagsrituale schenken dir Halt in einer schnelllebigen Welt, wodurch nachhaltig innere Balance und Ruhe entstehen, was in Folge deine Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit verbessert.
Gesundheit und Wohlbefinden, denn durch den Einklang mit der Natur und das entstehende bessere Gespür für deinen Biorhythmus (Schlaf, Ernährung, Energie) werden deine Selbstheilungsprozesse unterstützt. Du erfährst tiefe Gelassenheit, deine Resilienz wird gefördert und dein Stresslevel in Folge gesenkt. Weitere körperliche Gesundheitsmerkmale sind ein verbessertes Immunsystem, bessere Herz-Kreislauf-Parameter sowie eine Reduktion von Angst und Depression.
Spirituelles Wachstum, denn die Möglichkeit, die Übergänge im Jahr mit Ritualen zu ehren, z. B. Sonnenwenden, Tag- und Nachtgleichen sowie weitere Feste im Jahreskreis, führt zu einer Vertiefung deines Bewusstseins für Zyklen von Werden, Sein und Vergehen. Dies stellt einen Zugang zu archetypischen Energien und uraltem Wissen dar, der sehr bereichernd ist, denn beides unterstützt das Gefühl, dass dich dein Leben trägt.
Kreativität und Inspiration, denn das bewusste und aktive Leben der Jahreszeiten kann als Quelle für eigene Ideen, Projekte und künstlerisches Schaffen dienen, da durch zyklisches Denken neue Perspektiven entdeckt werden. In der Entscheidungsfindung helfen die durch das zyklische Denken geförderte Intuition sowie entstandene Weisheit.
Nachhaltigkeit und Erdverbundenheit, denn das Leben im Jahreskreis führt zu einem erhöhten Bewusstsein für natürliche Prozesse, Ressourcen der Natur und deren Kreisläufe sowie deiner eigenen Person. Hierdurch wird ein Leben im Einklang mit ökologischen Prinzipien gefördert und ein Beitrag zu einer respektvolleren Haltung gegenüber der Umwelt geleistet.






