Englischer Spiritualismus

Ein innerer Kompass der trägt

Im Kern dieser Grundlagenlehre steht die Überzeugung, dass wir alle unsterbliche Seelen sind, die eine bzw. viele menschliche Erfahrungen machen. Das wir einen zeitlosen, unsterblichen Teil in uns tragen, der über den menschlichen Tod hinaus existiert und wieder und wieder reinkarniert, um individuelles sowie kollektives Wachstum zu erlangen, denn als Seele sind wir Teil eines großen kollektiven Bewusstseins. Unsere Seele trägt dabei die Weisheit all unserer inkarnierten Erfahrungen in sich und ist nicht nur verbunden mit einem Gesamtkollektiv, sondern darüber hinaus mit etwas Göttlichem. Der englische Spiritualismus lädt dazu ein, diesen inneren Reichtum wieder zu entdecken und zu leben.

Besonders kraftvoll ist dabei dessen kultivierte Haltung: der Weg selbst ist das Ziel. Es geht nicht um ein starres Dogma, sondern um eine persönliche Reise. Es geht darum, Beziehungen zu nähren, sich selbst tiefer zu verstehen und die eigene innere Stimme klarer wahrzunehmen. Im Coaching-Kontext bedeutet das: man wirst ermutigt, Eigenverantwortung zu übernehmen, eigene Ressourcen zu entfalten und Schritt für Schritt das eigene volle Potenzial, die eigene Herznatur, zu leben.

Es gibt sieben Prinzipien im englischen Spiritualismus, die Orientierung geben sollen: (1) Erfahrung, Teil von etwas Größerem zu sein, (2) Wissen darum, dass wir alle verbunden sind, (3) Gemeinschaft mit der geistigen Welt und damit verbundene Sicherheit, niemals allein zu sein, (4) Unsterblichkeit der Seele, (5) persönliche Verantwortung und innere Kraft, das eigene Leben bewusst zu gestalten, (6) universelle Gesetzmäßigkeit: Prinzip von Ursache und Wirkung, und (7) ewiger Fortschritt, da die Entwicklung der Seele niemals endet. Diese Prinzipien können Halt schenken, insbesondere in herausfordernden Zeiten. Sie können helfen, Sinn im eigenen Handeln zu finden, und laden ein, mutig den eigenen, völlig einzigartigen Weg zu gehen, auf dem Fehler willkommene Wachstumskatalysatoren sind. Spiritualität kann also als Quelle von Trost, Klarheit und Selbstermächtigung verstanden werden (Emma Hardinge Britten, 1823–1899).

Der englische Spiritualismus ist eine Lebensphilosophie, die dazu einlädt, sich selbst neu zu entdecken, Vertrauen in die eigene Seele zu entwickeln und das Leben mit mehr Leichtigkeit, Verantwortung und innerem Frieden zu gestalten.

Psychologische Beratung wie auch Coaching und Spiritualismus verbinden sich auf natürliche Weise. Während beide Ansätze als sanfter Kompass Methoden an die Hand geben, um Altes loszulassen, neue Perspektiven zu gewinnen, Herausforderungen zu meistern und Ziele zu erreichen, schenkt der englische Spiritualismus einen tieferen Rahmen, gibt Sinn und Orientierung sowie ein Verständnis dafür, dass wir mehr sind als unsere momentanen Herausforderungen. Er öffnet uns den Raum, uns als Seele in Entwicklung zu begreifen: getragen, verbunden und voller Möglichkeiten.

Benefits:

Innere Ruhe und Resilienz, Gesundheit und Lebenszufriedenheit: Eine positive spirituelle Haltung schenkt uns Vertrauen ins Leben, verankert ein Gefühl von universeller Sinnhaftigkeit, tiefer Dankbarkeit und Mitgefühl und stabilisiert durch die daraufhin aufkommende innere Ruhe in uns unser Nervensystem. Hierdurch sind und reagieren wir im Alltag gelassener auf Herausforderungen, weil wir diese als Teilaspekte unseres individuellen und kollektiven Lernprozesses verstehen. Wir tragen Hoffnung in uns, die uns trägt, unser Wohlbefinden wird verstärkt.

Selbstakzeptanz und Mitgefühl: Wir lernen unsere Fehler als Teil unserer Lebensreise anzunehmen und ihren Mehrwert anzuerkennen.  Durch diese Erkenntnis können wir uns selbst sowie anderen leichter vergeben.

Lösung von Angst und Kontrolle: Das Vertrauen auf etwas, dass größer ist als wir selbst, in eine höhere Ordnung, an einen übergeordneten Plan, obgleich wir einen durchaus freien Willen zur Zukunftsgestaltung besitzen, sowie in den Fluss des Lebens, ermöglicht uns, Angst und Kontrolle abzubauen und letztlich ganz loszulassen.

Stressreduktion und verbessertes Immunsystem: Eine positive spirituelle Einstellung, die auf Gefühle wie Dankbarkeit und Liebe, Hoffnung und Zuversicht, Vertrauen und Harmonie ausgerichtet ist, welche durch entsprechende spirituelle Praktiken, z. B. regelmäßige Meditation und bewusste Atemtechnik gefördert werden, aktivieren den Parasympathikus, senken den Cortisolspiegel und verbessern Immunsystem, Blutdruck und Herzfrequenzvariabilität.

Zunahme der Vitalität: Ein Gefühl von Sinn, Verbindung und innerem Frieden mündet in mehr Energie, besserem Schlaf und schnellerer Regeneration bei Müdigkeit, Erschöpfung oder Erkrankung.

Tiefere Beziehungen: Mit einer positiv-spirituellen Haltung begegnen wir anderen mit mehr Empathie, Toleranz und Wohlwollen, was unsere individuellen Bindungen und die soziale Gemeinschaft als Ganzes stärkt, was wiederum die seelische Gesundheit stabilisiert.

Konfliktreduktion: Durch mehr Verbundenheit und Bewusstheit Teil eines größeren Ganzen zu sein, fällt es uns leichter, Urteile und das Gefühl von Trennung bzw. getrennt zu sein loszulassen, was Harmonie und Kooperation fördert.

Verbindung mit etwas Größerem: Ob wir es „Universum“, „Gott“, „Bewusstsein“, „Quelle“ oder „Naturkraft“ nennen, spielt keine Rolle. Eine positive spirituelle Haltung öffnet uns für das Gefühl, nicht allein zu sein, sondern Teil eines sinnvollen Ganzen. Das verbindet uns, unabhängig unserer philosophischen Haltung bzw. Glaubensrichtung.

Erhöhte Intuition und Bewusstheit: Durch Stressreduktion und innere Ruhe kommt es zu einer verbesserten Anbindung an unsere Intuition, wodurch intuitive Einsichten gefördert und tieferes Selbstverständnis ermöglicht werden. Entscheidungen aus Intuition heraus führen uns entlang unserer inneren Wahrheit und ermöglichen ein bei uns bleiben, in unserer Mitte sein und eine klare Identität im Hier und Jetzt.

Transformation und Wachstum: Herausforderungen werden nicht mehr als Strafen, sondern als Einladungen zur Entwicklung gesehen. Ein spirituelle Haltung unterstützt das Aussteigen aus der Opferhaltung und führt uns zurück zu unseren Potentialen, zurück in unsere Eigenverantwortung. Hierdurch verhüten wir ein Zerbrechen an inneren wie auch äußeren Krisen.